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Konzept Straßenkinder. Armut, Hunger. Die soziale Schere.
Klar definierte Begriffe. Jeder hat Bilder im Kopf, wenn er diese hört. Doch können wir, die wir ein von substantiellen Sorgen meist freies Leben führen, uns überhaupt vorstellen was Armut ist, ohne sie mit eigenen Augen gesehen zu haben? Was heißt es auf der Straße zu leben? Wie sieht es aus, wenn die soziale Kluft längst unüberwindbar geworden ist? Drei Wochen lang werden wir uns, zwölf Studenten und junge Berufstätige, auf den Weg durch Indien machen um es herauszufinden. FINDIA
Beginnend am 3. Februar 2009 werden wir hautnah Eindrücke sammeln wie Kinder auf den Straßen Mumbais leben. Gespräche, Beobachtungen und Recherchen sollen uns unverfälscht zeigen wie das alltägliche Leben dort aussieht. Einerseits sind es die banalen Fragen, die uns beschäftigen werden: Wie kommen die Kinder an Essen, womit verbringen sie ihre Zeit, wie sieht das soziale Leben aus, wo schlafen sie. Andererseits wollen wir auch versuchen zu verstehen: Wie sieht man die eigene Situation, was bedeuten Dinge wie Zukunft, Ausland oder Umwelt für die Menschen dort, wie halten sie sich bei Laune und was halten sie von uns Europäern, die eine weite Reise zurücklegen können nur um zu untersuchen, wie es in einem anderen Teil der Welt aussieht?
Es wird nicht möglich sein direkt in größerem Ausmaß zu helfen. Deshalb liegt der Schwerpunkt des Projektes klar in der journalistischen und in der Folge der aufklärenden Arbeit. Das Ziel ist es, den Menschen hier in Österreich, und wenn möglich darüber hinaus, ein Bild aus erster Hand zu liefern, was „Leben auf der Straße“ tatsächlich bedeutet. Mit Artikeln, Bild- und Videomaterial werden wir dieses Bild so plastisch und lebendig wie möglich gestalten. In einem Online-Blog werden wir all denjenigen die Möglichkeit geben die Reise direkt mitzuverfolgen, die sich unmittelbar für das Projekt interessieren. Wir hoffen in erster Linie Interesse und Anteilnahme zu wecken und in weiterer Folge Menschen dazu zu ermuntern, ihren eigenen Horizont zu erweitern, indem sie möglicherweise selbst einmal einen der ärmeren Teile der Welt zu besuchen oder sich aber zumindest in der Weise, die ihnen offen steht für Menschen zu engagieren, die nicht das Glück haben, jeden Tag ein Dach über dem Kopf zu haben, Zugang zu Bildung und Arbeit zu haben und sich eine Zukunft aufbauen zu können.
Um aber kein einseitiges Bild Indiens zu vermitteln wird uns der zweite Teil der Reise einen völlig anderen Aspekt der dortigen Gesellschaft vermitteln: In der IT Metropole und Universitätsstadt Bangalore werden wir den Kontakt mit heimischen Studenten suchen um erstens zu vergleichen wie ein Student in Indien im Gegensatz zu Österreich lebt und wo die Gemeinsamkeiten liegen und zweitens aufzuzeigen wie gewaltig die Unterschiede innerhalb eines Landes sein können.
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